CO-OP

Cognitive Orientation to Daily Occupational Performance

 

„Cognitive Orientation to daily Occupational Performance (CO-OP)” ist eine klientenzentrierte, ausführungsbasierte Problemlösungsmethode, die den Erwerb von Fertigkeiten mit Hilfe von Strategieanwendung und geleiteter Entdeckung ermöglicht.“ (Polatajko et al, 2008, S. 2).

Diese Methode bietet eine sinnvolle Ergänzung zu verschiedenen bisher in der Ergotherapie verwendeten Behandlungsmethoden. Sie ist einsetzbar bei Kindern ab 5 Jahren, die keine gravierenden kognitiven Beeinträchtigungen haben. Ziel dieses Behandlungsansatzes ist der Fertigkeitserwerb durch Entwicklung von kognitiven Strategien und durch die “geleitete Entdeckung”.

Das Kind wird angeleitet seine eigenen Strategien zu entwickeln und gewinnt so ein gestärktes Selbstwertgefühl, welches durch die CO-OP Prinzipien der Generalisierung und des Transfers eine direkte generalisierte Umsetzung auf allen Handlungsebenen erreicht. Dadurch sieht man oft schon nach kurzer Zeit Verbesserungen der Handlungen im Alltag. Die Dauer einer Behandlung kann dadurch reduziert werden und verbleibende Auffälligkeiten effizienter therapiert werden.

Der CO-OP-Ansatz ist auf verschiedenen Ebenen wissenschaftlich erforscht und in seiner Wirksamkeit evaluiert. Er wird u.a. in der Therapie von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF) in den entsprechenden Versorgungsleitlinien als wirksam empfohlen.

Darüber hinaus gibt es vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen über CO-OP im neurologischen Bereich, wie z.B. die Arbeit mit CO-OP bei Klienten mit neurologischen Störungsbildern wie z.B. Schlaganfall.

 

Ansprechpartner: Miriam Postelmann, Bianca Bayer, Luana Gamerschlag